Plaque-Psoriasis erfolgreich behandeln:

Mehr Flexibilität bei der Therapie

Die Therapie der Plaque-Psoriasis ist in der Regel als Langzeittherapie angelegt. In der Praxis ergeben sich aber immer wieder Stationen, die eine Therapieunterbrechung erfordern, so dass in der Praxis oft intermittierend therapiert wird. Eine Besonderheit der Substanz Etanercept liegt darin, dass beim Retreatment ähnliche Ansprechraten erreicht werden wie bei der Ersttherapie: damit kann in der Praxis flexibel auf Unterbrechungen reagiert werden. Zudem liegen mittlerweile Belege für die Wirksamkeit und Verträglichkeit über einen Zeitraum von 96 Wochen vor.

„Auch wenn die Therapie der Psoriasis im Optimalfall kontinuierlich erfolgen sollte, erleben wir unter Alltagsbedingungen dennoch, dass Patienten die Therapie aus verschiedensten Gründen unterbrechen“ so die Erfahrung von Dr. Kim A. Papp, Waterloo, Ontario (Kanada). Zwar ist das Therapiemanagement der Plaque-Psoriasis in der Regel als Langzeittherapie
ausgerichtet, in der Praxis wird die Behandlung dagegen viel häufiger als intermittierende Therapie umgesetzt, z. B. weil die Behandlung wegen Krankheit oder Erlangen einer Remission abgesetzt wird. Daher ist nach Ansicht von Dr. Papp von entscheidender Bedeutung, dass ein Biologikum nach Behandlungspausen seine Wirksamkeit wieder entfaltet. Nur so gelingt es, ein gutes Therapieergebnis auch auf Dauer zu erhalten. In klinischen Studien gibt es Belege für die langfristige Wirksamkeit einer Behandlung mit Etanercept (Enbrel®) über einen Zeitraum von bis zu 96 Wochen (1).

Crystel-Studie: Intermittierende Therapie als Behandlungsoption

In der Studie „Clinical Randomized Year-long STudy assessing the safety and
efficacy of EnbreL in psoriasis (CRYSTEL)“ wurden klinische Wirksamkeit und  Sicherheit einer kontinuierlichen Behandlung mit Etanercept mit einer  intermittierenden über einen Zeitraum von 54 Wochen verglichen (2). Die Studienteilnehmer mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis erhielten entweder kontinuierlich Etanercept (25 mg zweimal pro Woche) (n = 352)  oder eine Intervalltherapie (50 mg zweimal pro Woche) über zwölf Wochen (n = 359). Beim Erreichen des Therapieziels, einem PGA (Mean Physicians Global
Assessment of Psoriasis)-Wert ≤ 2, wurde die Therapie solange unterbrochen, bis der PGAWert wieder auf ≥ 3 stieg, dann wurde die  Behandlung mit Etanercept (25 mg zweimal pro Woche) fortgeführt.
Primärer Endpunkt der Studie war die Beurteilung der Psoriasis nach 54 Wochen anhand des PGA-Werts. Bei Langzeittherapie lag der mittlere PGA-Wert nach 54 Wochen bei 1,89, bei intermittierender Therapie bei
2,61. Der Psoriasis-Schweregrad (PASI) verbesserte sich nach 54 Wochen in der Gruppe mit kontinuierlicher Gabe im Mittel um 67,5 %, bei Intervalltherapie um 58,5 % (Abb. 1). Zwar schneidet die kontinuierliche
Therapie damit signifikant besser ab. Dennoch können mit Etanercept auch bei intermittierender Therapie positive Langzeitresultate erreicht werden.
Die CRYSTEL-Studie gab den Ausschlag für die Zulassungserweiterung von Etanercept zur Langzeittherapie der Plaque-Psoriasis; in beiden Studienarmen blieb die Wirksamkeit bis Woche 54 erhalten. „Diese Substanz erlaubt uns von allen auf dem Markt befindlichen Biologika die größtmöglichste Flexibilität“, so Papp.

Disclaimer

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Diese Ausgabe wurde unterstützt von Pfizer Pharma GmbH. Die Verantwortung für den Inhalt liegt beim Sponsor.

Quelle: Symposium „Comparing re-treatment and continuous treatment with biologics in psoriasis“ am 29. Juli 2010 im Rahmen der 22. Fortbildungswoche  für praktische Dermatologie und Venerologie in München.

Die enthaltenen Aussagen und Meinungen entsprechen nicht
notwendigerweise denen des Verlages.

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Author:

Dr. Susanne Kammerer, Munich

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Abb 1

Abb. 1: Langzeittherapie vs. intermittierende Therapie in der CRYSTEL-Studie. Modifiziert
Abb. 1: Langzeittherapie vs. intermittierende Therapie in der CRYSTEL-Studie. Modifiziert